Samstag, 17. November 2012

Ignoranz - ignorance

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Wenn ich etwas wirklich nicht gerne tu, dann ist das am Samstag den Tag durch einen Fuss vor die Haustür zu setzen und in die Stadt gehen. Und wenn ich es dann doch dann und wann tue, dann flüchte ich möglichst schnell aus dem Getümmel im Stadtzentrum. Das einzige Problem dabei: Irgendwann muss ich wieder zurück, und es gibt kein Weg an der Menschenmasse vorbei. Und dann habe ich manchmal das Gefühl, dass alle gescheiten Menschen daheim geblieben seien. Weil, so viel Kollektiv-Dummheit aufs Mal? Vor allem blind sind sie, die "Samstags-Menschen". Sie gehen kreuz und quer, schauen nicht links noch rechts - oder schauen sie nur links und rechts und nicht geradeaus? Es ist mir ein Rätsel, wie man so ignorant durchs Leben kommt...

(english)
If I really hate something, then that is to put a foot through the front door and go to town on Saturday. And if I do it every now and then, I flee as fast as possible from the tumult in the city center. The only problem: At some point I need to get back, and there is no way around the crowd. And then I sometimes have the feeling that all the smart people stayed home. Because, as much collective stupidity at a time? Above all, they are blind, the "Saturday people". They go back and forth, do not look left or right - or do they just look left and right and not straight? It is beyond me how someone so ignorant gets through life...


No.23 - 17.11.12 - eyes of the street - 12.8x8.1 cm - ©Joris Burla


Donnerstag, 15. November 2012

Wut - Anger

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So viel Wut. So viel Entäuschung steckt in den Menschen. Und sie lassen diese Wut und Entäuschung auch raus. Sie gehen auf die Strasse und demonstrieren. Sie gehen auf die Strasse und riskieren ihr Leben. Sie kämpfen für etwas Besseres, für eine bessere Welt, für eine faire Welt.
All diese Menschen, sie sind nicht allein. Es sind viele, und sie werden zu einer Masse. Einer Masse mit so unglaublich viel Energie, zielgerichteter Energie, dass man selbst im warmen Wohnzimmer sitzend einen Knopf in die Eingeweiden bekommt, dass einem das Blut in den Kopf schiesst, dass das Adrenalin den Körper durchströmt, dass man kaum stillsitzen kann, wenn man nur schon ein Video von Protesten sieht.
So viel Energie. 

(english)
So much anger. So much disappointment lies in the people. And they let this anger and disappointment out. They go out onto the streets and demonstrate. They go out and risk their lives. They fight for something better, for a better world, for a fair world. 
All these people, they are not alone. There are many, and they become a crowd. A croud with such an incredible amount of energy, focused energy, that even sitting in the warm living room one gets a knot in the intestines, your blood shoots to the head, the adrenaline flows through the body, you can't sit still, only when you have watched one film of the protests.
So much energy.
 
No.22 -  14.11.12 - Wut (Anger) - 11.7x9.3 cm - ©Joris Burla


Dienstag, 13. November 2012

frühmorgens - early morning

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Als ich vor etwas mehr als einem Jahr im Militär war, hatten wir von Zeit zu Zeit Frühsport. Und das hiess: Um halb sechs raus aus den Federn und eine Halbestunde joggen. Ich war einer der eher fitteren und darum kamen wir etwas weiter umher, oft führte uns der Weg and die Aare und darüber. Und das war das einzig Gute daran. Denn diese Morgenstimmungen, wie ich sie dort erlebt habe, erlebe ich selten: Nebel über dem Fluss, die Stille, nur von morgendlichem Vogelgesang durchbrochen, manchmal dampfte es sogar vom Fluss.
Was ich damals hasste, mache ich nun freiwillig: Früh ausfstehen. Um fünf Uhr läutet der Wecker jeden Montag. Und jedesmal werde ich mit einer wunderschönen Morgenstimmung dafür belohnt. So auch gestern, als sich die Limmat im Nebel verlor und einem das Gefühl gab, irgendwo in den grünen, ländlichen Weiden Englands zu sein.

(english)
When I was in the military a little more than a year ago, from time to time we had early morning exercise. And that meant: At half past five out of the bed and go jogging for half an hour. I was one of the more fitter and so we came around a bit further, often the way led us down to the Aare and over it. And that was the only good thing. Because this morning moods, as I have experienced there, I experience rare: Fog over the river, the silence only pierced by morning birdsong, sometimes it even steamed out of the river. 
What I hated back then, I do now voluntarily: getting up early. At five o'clock rings the alarm every Monday. And every time I am rewarded with a beautiful morning mood. So did yesterday, when the Limmat lost itself in the fog and gave you the feeling of being somewhere in the green, rural pastures of England.

No. 21 - 13. 11. 12 - Morgenstimmung (morning mood) - 8.9x4.2 cm - ©Joris Burla

 

Freitag, 9. November 2012

Asiatisches Essen - asian food

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Ramen. Eine Nudelsuppe. Mit feinen, schmackhaften Nudeln. Eventuell ein paar Stücke Fleisch. Eine herzhafte Brühe, vielleicht ist sie scharf. Ein wunderbares Gericht, eines das wärmt, eines das man ganz billig kriegt (als Instantnoodles) oder auch frisch, mit auserlesenen Zutaten zubereitet. Einfach etwas Gutes.

(english)
Ramen. A noodle soup. With delicate, tasty noodles. Maybe a few pieces of meat. A hearty soup, maybe it is spicy. A wonderful dish, one that warms you, one that you can get really cheap (as Instantnoodles) or freshly prepared with exlusive ingredients. Simply good.

No. 20 - 6.11.12 - Rāmen - 7.1x6.6 cm - ©Joris Burla



Freitag, 2. November 2012

Der Sturm - The Tempest

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Und dann war plötzlich die Sonne weg. Am Nachmittag noch dem dünnen Wolkenschleier trotzend, musste sie sich nun von dicken, grauen Wolken geschlagen geben. Wie einen Deckel schoben sie sich über den Stadthimmel, einen Sturm, ein Gewitter ankündigend. Zwar konnte man von der Brücke aus weit in der Ferne golden und silbrig leuchtende Schneeberge sehen, doch der Regen wird auch diese Aussicht verbergen, alles in einen grauen Vorhang hüllen. Trotzig stand der Monolith in der Mitte der Stadt und ragte hoch über die tiefen Nachbarshäuser. Nichts konnte den Menschen darin etwas anhaben, kein Laut drang hinein, selbst die Glassfassade liess das Wetter und die Wolken abprallen.
Nicht mal der Wind, der mir die Haare zerzauste, wurde wargenommen. Ich schüttelte mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht, fuhr weiter und freut mich, dass hier draussen war, den Elementen ausgesetzt.

(english)
And then, the Sun was suddenly gone. In the afternoon it still outdared the thin clouds, but now it had to give up by the thick, gray clouds. Like a cover they pushed themself upon the city sky, announcing a storm, a tempest. Although I could see golden and silvery glowing snow mountains far in the distance from the bridge, but the rain would hide this view, wrapping everything in a gray curtain. Defiantly stood the monolith in the center of the city and loomed high over the deep neighbouring buildings. Nothing could have something on the people inside, no sound would penetrate them, even the glass facade was reflecting off the weather and the clouds.
Not even the wind that ruffled my hair, would be noticed. I shook a strand of hair off my face, moved on, and was pleased, that I was out here, exposed to the elements.

No.19 - 2.11.12 - Monolith (monolith) - 11.6x8.8 cm - ©Joris Burla

Donnerstag, 1. November 2012

Me, Myself & I

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Heute ist der Internationale Selbstportrait Tag. Zur Feier dieses Tages, welch ein Wunder, habe ich mich selbst gezeichnet. Und wenn man schon sein Äusseres genau studiert, kann man ja auch andere Sachen genau untersuchen. Zum Beispiel, was ich hier mit diesem Blog eigentlich genau mache. Mit diesen kleinen Zeichnungen will ich mich nicht unbedingt zeichnerisch-technisch weiterbringen, auch geht es nicht um anatomische Studien. Es geht hier vielmehr darum, meine Kreativität zu pushen. Darum, aus dem Alltag kleine, in sich allein stehende Bilder zu schaffen, und somit meine Augen für lustige, schöne, nachdenkliche Momente zu schärfen. Diese dann klar und deutlich auf Papier zubringen, ist der zweite Aspekt dieser Serie. Die Gedanken in eine sehr strenge, klare Form auf Papier zu bringen, hilft mir, Ideen im Geiste klarer zu formulieren und vorzustellen.

(english)
Today is international self portrait day. To celebrate this day, you guessed it, I have drawn myself. And if you already studying your appearance, it's a good time to examine other things. For example, what I'm actually doing on this blog. With these small drawings I do not necessarily want to advance technically, also I don't do anatomical studies. Instead its more about to push my creativity. About to create everyday small standalone images, and thus sharpen my eyes for fun, beautiful, thoughtful moments. To get them clear and explicit on paper, is the second aspect of this series. To bring the thoughts in a strict and clear form on to the paper helps me to form imagine the ideas in my mind clearer.

No.18 - 1.11.12 - Selbstportrait (selfportait) - 6.8x7.9 cm - ©Joris Burla
 
 

Dienstag, 30. Oktober 2012

Gesichter - Faces

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Ich bin mir sicher, jeder hat schon einmal jemandem ein Gesicht beschreiben müssen. Bei mir (und bei sehr vielen, also fast allen Leuten, die ich kenne) tönt das jeweils so oder ähnlich: "Ja, also, der mit, hmm, mit der Brille." Oder: "Ähm, die mit den blonden langen Haaren." Nicht sehr hilfreich. Woran das wohl liegt? Einerseits, so denke ich, schaut man sich gar nicht wirklich an. Was auch verständlich ist, man muss ja meistens zuhören und die Umgebung im Blick halten, während man eigentlich die Zeit auf dem Handy nachschlagen will. Anderseits könnte es auch daran liegen, dass es in der Sprachezwar viele Wörter für die verschiedenen Nasen-, Augen-, Ohren-, und Mundformen gibt, diese aber nicht sehr in der Umgangssprache verankert sind. Wer sagt schon: "Der mit der langen, leicht spitz zulaufender Hakennase, mit leicht rundlichen Mandleförmigen Augen, welche schön gerundete, ziemlich dichte Wimpern besitzen und einem schmalen, breiten, fast gewelltem Mund mit weisslichen Lippen."

(english)
I'm sure everybody had to describe a faceto someone someday. For me (and for many, almost all the people that I know) that sounds something like this: "Yeah, well, the one with the, hmm, with the glasses." Or: "Um, the girl with the blond long hair." Not very helpful. Why is that? On one hand, I think, you just do not really look at each other. What is understandable, one must listen to the other and keep the environment in mind, while you actually want to look up the time on the phone. On the other hand it could also be that although there are many words for the different nose, eyes, ears, and mouth shapes in the language, but they are not very rooted in the common speech. Who the hell would says: "The one with the long, slightly tapered hooked nose, with slightly rounded almond-shaped eyes, which have rounded nicely, pretty thick lashes and a narrow, broad, almost wavy mouth with whitish lips."

No.17 - 30.10.12 - Alter Mann (Old man) - 4.9x7.7 cm - ©Joris Burla

Montag, 29. Oktober 2012

Winter

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Als ich vor knapp einer Woche (Herbstende) das Ende des Herbstes beschrieb, meinte ich es nicht ganz ernst. Ich dachte, es sei etwas Vorübergehendes, ein, zwei kältere Tage, danach käme der goldene Herbst schon nochmal. Doch es blieb kalt, wurde gar noch kälter und winteriger, und am Wochenende dann das: Schnee! Zuerst noch schrecklichster Schneeregen, der sich in der Nacht in einen Schneesturm mit milimetergrossen Schneeflocken verwandelte, um dann über Nacht die Stadt mit einer Schicht Schnee zuzudecken. Doch als wäre dies nicht schon genug, es schneite und schneite den ganzen Sonntag durch und setzte nocheinmal eine dicke Schneeschicht auf die Stadt. Mit einer Tasse Tee und Anis-Brot konnte man sich glatt an Weihnachten fühlen.

(english)
When I described a week ago (The end of fall) the end of the fall, I did not mean it quite seriously. I thought it was something that would pass, one, two colder days, and afterwards the golden autumn would have come again. But it stayed cold, getting even colder and wintery, and then on the weekend: Snow! First, the most terrible rain and snow, which transformed at night into a snow storm with snowflakes barely a milimeter small to cover up the city with a layer of snow. But as if that were not enough, it snowed and snowed through the whole Sunday and put again a thick layer of snow onto the city. With a cup of tea and anise bread, one could feel itself at Christmas.

No.16 - 29.10.12. - Schneezauber (snowmagic) - 7.4x9.5 cm - ©Joris Burla




Freitag, 26. Oktober 2012

Vögel - Birds

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Vögel sind für mich faszinierende Tiere. Sie haben eine unglaubliche Eleganz, wenn sie durch die Luft gleiten. Immer schon haben mich die Weisskopfadler fasziniert, der König der Lüfte. Sein schönes Federkleid, seine kräftigen Schwingen, mit denen er gegen den rauhen Wind Nordamerikas und Kanadas ankämpft ergeben gewaltige Bilder. Mit der Zeit habe ich dann auch die lokale Fauna entdeckt, allen voran die Raben und Krähen. Beide unglaublich gescheite Tiere, schwarz wie Tusche und elegant, auf dem Boden genauso wie in der Luft. Ein Traum von mir, der aber wahrscheinlich nie in Erfüllung gehen wird, ist, einen Raben als Haustier halten zu können Bis dann begnüge ich mich mit dem Zeichnen dieser Vögel.

(english)
Birds are fascinating creatures for me. They have an incredible elegance as they glide through the air. I always have been fascinated by the bald eagles, the king of the skies. His beautiful plumage, his strong wings with which he fights against the harsh wind of the States and Canada produce powerful images. Over time, I discovered the local fauna, especially the ravens and crows. Both incredibly intelligent animals, black as ink and elegant, on the ground as well as in the air. A dream of mine, which will probably never come true, is to be able to keep a crow as a pet. Until then I have to be satisfied with the drawing of these birds.

No.15 - 26.10.12 - Zwei Raben (two ravens) - 8.3x4.6 cm - ©Joris Burla

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Herbstende - The end of fall

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Während am Montag wunderschönstes Wetter war, die Temperatur sommerlich die Bäume golden, war es gestern das Gegenteil. Es hatte zwar nicht geregnet, aber grau war es. Der Nebel hing dick und tief über der Stadt, man konnte die einzelnen Tröpfchen auf der Haut spüren. Kalt war es auch, man hielt es kaum ohne Jacke und Schal draussen aus. Eigentlich müsste man vor einem knisternden Kaminfeuer in einem grossen, weichen Sessel sitzen und ein dickes Buch lesen. Dabei ab und zu nach draussen in die Kälte schauen und nur die Vögel sehen, die noch um die kahlen Wipfeln kreisen. Winterlich.

(english)
While the weather was beautiful on Monday, the temperature summery and the trees golden, it was the opposite yesterday. It hasn't rained, but it was gray. The fog hung thick and low over the city, you could feel the individual droplets on your skin. Cold as it was, one could hardly stay ourside without a jacket and scarf. Actually, one should have sat in front of a crackling fire in a big, soft chair and read a thick book and from time to time, look out into the cold and see only the birds that still revolve around the leafless treetops. Wintry.

No.14 - 24.10.12 - Wipfelstürmer (treetop-summiteer) - 5.8x11.4 cm -  ©Joris Burla

 

Montag, 22. Oktober 2012

Unterwegs - On the way

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Wenn ich unterwegs bin, beobachte und studiere ich gerne Menschen. Ich beobachte deren Art, die Hände zu bewegen, wie sie ihren Kopf halten, wie ihre Nasen geformt sind, wie ihre Kleider falten werfen, wie ihre Frisuren verschieden sind, was für Formen ihre Augen haben und wie sie (die Augen) hinter der Nase verschwinden, wenn sie (die Menschen) den Kopf drehen. Ich mache mir aber auch Gedanken über sie: Wohin gehen sie? Woher kommen sie? Was denken sie? Machen sie ihre Arbeit gerne? Leben sie alleine? Was haben sie zum Mittagessen gegessen? Was fühlen sie im Moment? sind sie in Gedanken versunken, oder beobachten sie andere Leute? Was machen sie am Wochenende, am Feierabend? Sitzen sie vor den Fernseher und trinken ein Bier dazu? Haben sie überhaupt ein Ziel?

(english)
When I'm en route, I like to observe and study people. I watch the way they move their hands,  how they hold their head, how their noses are shaped, lhow their clothes are throwing fold, how their hairstyles are different, what forms the eyes have and how they (the eyes) disappear behind the nose when they (the people) turn their head. But I am also having thoughts about them: Where are they going? Where do they come from? What are they thinking? Do they enjoy their work? Do they live alone? What did they eat for lunch? What are their feelings at the moment? Are they are lost in thoughts, or do they observe other people? What do they do on the weekend, after work? Do they sit in front of the TV and drink a beer? Do they even have a goal?

No.13 - 22.10.12 - ohne Ziel (without purpose) - 7.8x6.5 cm - ©Joris Burla 

 

Freitag, 19. Oktober 2012

Bluse - Blouse

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Heute gibts eigentlich nichts zu sagen. Ein normaler Tag, nichts Aussergewöhnliches passierte. Überall passierte einfach alles, und ich schaute einfach zu. Und während der Vorlesung konnte ich auch beobachten. Aber eben, es passierte nichts. Nur etwas Stoff zog meine Aufmerksamkeit auf sich. Wenige Quadratcentimeter nur lugte unter dem Pullover der Frau vor mir hervor. Doch das Material der Bluse und das Muster, ganz kleine rote Pünktlein, taten es mir an und generierten dieses Bild in meinem Kopf. Und dort blieb es, denn ganzen Tag.

(english)
Today, there's really nothing to say. A normal day, nothing unusual happened. Everywhere just everything happened, and I just watched. And during the lecture I could observe. But like I said, nothing happened. Only some fabric pulled my attention. Only a few square centimeter peeked out of the sweater of the woman in front of me. But the material and the pattern of the blouse, very little red dots, has taken a shine on me and generated this image in my head. And there it remained, all day long.
No.12 - 19.10.12 - Bluse (blouse) - 6.4x7 cm - ©Joris Burla

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Essen - Food

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Essen ist etwas wunderbares. Und die Menschheit hat viele grandiose und völlig verschiedene Gerichte hervorgebracht. Diese verschiedene Gerichte brauchen auch verschiedene und oft auch total ausgeklügelte Küchenutensilien, um sie kochen zu können. Eines davon ist der Wok. Es kommt mir so vor, als ob im Wok nichts schlecht werden kann. Egal ob Fleisch, Nudeln, Gemüse oder Reis, es wird gut.

(english)
Food is a wonderful thing. And mankind has produced many magnificent and totally different dishes. These dishes also need several different and often totally ingenious kitchen utensils to cook them. One of these is the wok. It seems as if nothing can be bad in a wok. Whether you cook meat, noodles, vegetables or rice, it will be good.

No.11 - 18.10.12 - Kochen (cooking) - 6.8x5.8 cm - ©Joris Burla 

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Zwiespaltigkeit des Herbstes - The ambivalence of the autumn

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Der Herbst hat zwei Gesichter. Einerseits ist er kalt, nass, grau und man wünscht sich den Sommer sehnlichst zurück. Oder aber es ist warm, die Sonne scheint und man geniesst jede Sekunde vom Tag. Ausserdem sieht man an solchen Tagen stets die Berge, als wären sie zum greifen nah. Heute war ein solcher Tag, und auf dem Weg an die Uni hatte ich eine gewaltige Aussicht. Etwas erhöht auf dem Berg konnte ich über die Uni und ETH sehen, auf die klaren Berge und am unteren Bildrand auf einen goldenen Baum. Über die ganze Szenerie schliesslich lagen wie ein Netz alle möglichen Leitungen und Drähte. Das ist definitiv das schöne Gesicht des Herbstes.

(english)
Autumn has two faces. On the one hand it is cold, wet, gray, and one wishes the summer back longingly. On the other hand it's warm, the sun is shining and you enjoy every second of the day. In addition, you can see on those days always the mountains as if they were within reach. Today was such a day, and on the way to the university, I had an enormous prospect. Slightly elevated on the mountain, I could see on top of the University and ETH, on the mountains and at the bottom on a golden tree. Finally, over the whole scene were all possible leads and wires like a net. This is definitely the beautiful face of the autumn.

No.10 - 17.10.12 - Herbsttag (autumn day) - 8.3x7.8 cm - ©Joris Burla 
 

Dienstag, 16. Oktober 2012

Panorama

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Gestern war ein langer Tag. Als ich am Abend um 22:00 Uhr heimkam, wahr ich schon 17 Stunden auf den Beinen. Mein Job, der um 6:00 Uhr beginnt, bringt mich quer durch Zürich. Als Velokurier für Biofrüchte (Schleichwerbung: www.oepfelchasper.ch) muss ich überall hin, wo der Kunde will. Zum Beispiel auf den Üetliberg. Das positive daran ist die wunderschöne Aussicht, die man von dort hat.
Leider war ich gestern fix und fertig, und konnte die Zeichnung erst heute machen, dafür hatte ich umso mehr Zeit, sie wirklich so zu machen, wie ich will.

(english)
Yesterday was a long day. When I got home in the evening at 22:00, I was already 17 hours on my feet. My job, which starts at 6:00 clock, brings me across Zurich. As a bicycle courier for organic fruit (surreptitious advertising: www.oepfelchasper.ch) I need to go to wherever the customer is. For example yesterday, on the Uetliberg. The positive thing about this is the beautiful view that you have from there.Unfortunately, yesterday I was bushed, and couldn't make the drawing until today, in return I had more time to make it really the way I want.

No. 9 - 16.10.12 -  Zürich (Zurich) - 23.3x6.3 cm - ©Joris Burla





Donnerstag, 11. Oktober 2012

Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose - A rose is a rose is a rose

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Man soll ja bekanntlich ab und an durch die Blume reden. Rote Rosen bedeuten etwas anderes als blaue Nelken, und unverblümte Kritik kommt oft nicht gut an. Was allerdings meine aus Alufolie gebastelten Fantasieblumen heute nachmittag, welche schliesslich im Haar einer Dame landeten, sagen wollten, weiss ich noch nicht so genau.

(english:)
We should all say it with flowers from time to time. Red roses signify something else than blue carnations, and blunt criticism is often not well received. However, what my tinkered aluminum foil fantasy flowers this afternoon, which ultimately landed in the hair of a lady, wanted to say I do not quite know.

No.8 - 11.10.12 - Blumenerinnerung (memory of flowers) - 7.1x7.1 cm - ©Joris Burla 

 
  

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Herbst - Fall

(for english text see below)
Im Sommer, wenn es warm ist und der Himmel ein tiefes Blau zeigt, ist es eine wunderbare Beschäftigung, sich auf den Rücken ins Gras zu legen (am besten zu Zweit) und in den vorbeiziehenden Wolken Figuren und Formen zu erkennen. Wenn der Herbst aber da ist, regnet es oft, der Himmel ist grau und das Gras nass und erdig. Um nicht auf das Formen- und Figuren-finden verzichten zu müssen, gibt es eine gute Alternative: Blätter. Soweit das Auge reicht verfärben sich die Bäume und werfen schliesslich ihre braun-gelben Blätter ab. Wenn sie nun auf dem Boden liegen, bilden sie Formen und Muster, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.

(english:)
In the summer when it is warm and the sky is a deep blue, it is a wonderful thing to lie down on your back on the grass (preferably with somebody else) and to gaze at the passing cloud and to search for shapes and forms. But when the autumn there is, it rains often, the sky is gray and the grass is wet and earthy. So if you don't want to give up the search for shapes and forms, there is a good alternative: leaves. As far as the eye can see the trees change color and finally throw off their brown and yellow leaves. When they finally lie on the ground, they form shapes and patterns, just waiting to be discovered.

No.7 - 10.10.12 - Blätterbild (Picture of leaves) - 8.2x6.6 cm - ©Joris Burla



Dienstag, 9. Oktober 2012

Regentropfen - Raindrops

(for english text see below)
Heute war das Wetter miserabel. Denn ganzen Tag regnete es und besonders am Morgen fielen richtig viele, fette Tropfen. Als Nicht-Schirm-Träger sich dann noch verschlafen durch das Schirm-Meer der vielen Passanten zu kämpfen, ist nicht angenehm. Viel angenehmer wäre es, liegen zu bleiben, weiterschlafen und weiterträumen. Zum 
Beispiel, man sei selber solch ein Regentropfen, der vom Himmel fällt. Einer, der von oben herab auf dieses Schirm-Meerschauen schauen kann, darauf herumtanzen kann und von Schirm zu Schirm hüpft. Und sich dabei nicht kümmert, ob er müde oder nass ist.
Es wäre unvergleichlich leichter, einen Regentag so zu verbringen...

(english:)
Today the weather was miserable. It was raining all day and especially in the morning there were a lot of big drops. For a person without an umbrella then, still dozy, getting through the pedestrians with umbrellas, isn't pleasant. Much more pleasant would it be to stay in bed, go back to sleep and continue dreaming. 
For example, to dream, one itself would be such a raindrop that falls from the sky. Which can look down from above on the umbrellas, which can dance around it and jumping from Umbrella to Umbrella. And which certainly doesnt care whether he is tired or wet. 
It would be incomparably easier to spend a rainy day like this ...

No.6 - 9.10.12 - Regentanz (Raindance) - 6.6x11.6 cm - ©Joris Burla


Montag, 8. Oktober 2012

Müdigkeit - fatigue

(for english text see below)
Wochenende ist Wochenende, auch für Blogger.
Deswegen steht mein Hirn aber nicht still. Auch am Samstagnachmittag, als ich versuchte zu lernen. Kopfschmerzen und Müdigkeit hinderten mich allerdings daran, konzentriert zu sein. Also liess ich meinen Blick schweifen, viel gab es nicht zu sehen, und blieb an einem lesenden Mann hängen. Als ich ihn etwa eine halbe Minute angestarrt hatte, kam plötzlich ein Schub Müdigkeit und liess mich dieses Bild erblicken. Die Buchstaben flogen  aus seinem Buch heraus, umschwirrten ihn kurz, um dann ebenso unvermittel wieder ins Buch zu stürzen, wie sie herauskamen. Etwas verwirrt packte ich meine Sachen zusammen und beschloss, heimzugehen und einen Kaffee zu trinken.

(english:)
Weekend is weekend, even for bloggers. 
Which doesn't mean that my brain stops working. On Saturday afternoon, when I tried to learn, headache and fatigue prevented me of being focused. So I let my eyes wander, there was not much to see, and got stuck on a reading man. When I stared at him about half a minute, suddenly a thrust fatigue came over me and let me see this picture. The letters flew out from his book, buzzed around him briefly, and then again plunged into the book, as quikly as they came out. A little confused, I packed up my things and decided to go home and have a coffee.


No. 5 - 3.10.12 - Fliegende Buchstaben (Flying letters) - 9.4x6.4 cm - ©Joris Burla

Freitag, 5. Oktober 2012

Geschwätz - blabber

(for english text see below)
Vor kurzem gingen meine Kopfhörer kaputt, meine schönen, teuren Kopfhörer für übers Ohr. Mit diesen konnte man sich wunderbar von der Umwelt abkapseln. Ohne diese ist man jedoch allem (akkustischem) Müll ausgesetzt. So auch am Mittwoch, als ich an der Uni sass und wartete, bis ich Vorlesung hatte. Unglücklicherweise sassen hinter mir zwei Frauen. An sich nichts Schlechtes, doch bei diesen zwei schon: Aus ihren Mündern kam nur Mist. Naja, immerhin schafften sie es mit ihrem Müll bis auf meinen Blog, wenngleich nicht sonderlich schmeichelhaft dargestellt.

(english:) 
Recently my headphones broke, my beautiful, expensive headphones for over the ear. With these you could encapsule yourself wonderfully of the environment. Without these, one is exposed to all kind of (accustic) waste. That way too on Wednesday, when I sat at the university and waited until I had lecture. Unfortunately, behind me sat two women, which isn't bad at all. But then, they started talking: Only crap. Well, at least they made it onto my blog with their rubbish, although not shown particularly flattering.

No. 4 - 3.10.12 - Trashtalk - 12.5x4.5 cm - ©Joris Burla 

 

Verspätete Reflexion - The belated reflexion

(english text see below)
Manchmal komme ich zu spät. Früher ziemlich häufig, heute immer seltener. Inzwischen so selten, dass es mir unangenehm ist, verspätet in eine Vorlesung hineinzukommen. Als ich letzthin zu spät kam, schlich ich mich deswegen in die zweithinderste Sitzreihe. Diese ist so weit oben, dass man von dort problemlos auf die Glatze des Professors hinunterblicken kann. Frisch poliert glänzte sie im Licht, und wie ich so schaute, spiegelte sich langsam, aber immer deutlicher werdend, dieses Bild und prägte sich in meine Iris ein, so dass ich fähig war, sobald ich wieder aufgewacht war, es zu zeichnen.

(english)
Sometimes I'm late. Some time ago quite often, but getting less and less. Nowadays, so rare that it is unpleasant for me, comming late into a lecture. Lately I was late, so I snuck into the second rearmost row of seats, which is so high above that you can easily look down from there onto the bald head of the professor. Freshly polished it shone in the light, and as I looked, it reflected slowly the picture, becoming clear, and imprinted itself in my iris; so that I, suddenly awakening again, was capable to draw it.

No.3 - 2.10.12 - reflektierende Oberfläche (reflecting surface) - 10.6x8.1 cm - ©Joris Burla 


Mittwoch, 3. Oktober 2012

Hirnaktivität - Brainactivity

(for english text see below)
Natürlich plante ich nicht, eine Serie zu erstellen, als ich das erste Bild zeichnete. Auch nicht, als ich drei Tage später eine zweite Zeichnung zu Papier brachte. Aber als ich fertig war, verbesserte ich die feinen LInien, zog sie klar nach und setzte den gleichen Rahmen darum, wie bei der ersten Zeichnung. Und spätestens am Abend, als ich sie nochmals betrachtete, wurde mir klar, was ich gestartet hatte.
Doch das war alles nach dem Zeichnen. Dabei ist auch die Entstehung nicht zu vernachlässigen. Denn genau genommen fing alles am Abend vorher an. Einige Biere und spätes Ins-Bett-gehen liessen mich am nächsten Morgen nicht ganz so fit sein. Schon während der Vorlesung verliess mich die Konzentration, und spätestens am Nachmittag fühlte sich mein Hirn wie eine klumpige Masse an, ein Brei, aber ein bisschen zäh, vielleicht wie geschmolzener Käse...
Übrigens: Ich zeichnete zwar heute etwas Kleines, doch ich will die Zeichnungen in chronologischer Abfolge präsentieren, und ich werde nicht jeden Tag zu einer Zeichnung kommen, also werde ich mich schon noch aufholen.

(english)
Of course, I wasn't planning to create a series, when I drew the first image. Not even when, three days later, I put down a second drawing on paper. But when I was finished, I improved the fine lines, thickend them up and put the same frame around it, as in the first drawing. And no later than in the evening, when I looked at it again, I realized what I had started.

That was all after the drawing. But also the origin can not be ignored. So strictly speaking it all started in the evening before. After some beers and going to bed late, my brain wasn't that fast the next morning. During the lecture left the concentration left me, and  in the afternoon, my brain felt like a lumpy mass, a mush, but a bit tough, maybe like melted cheese ...

By the way: I drew today something small. But I will present the drawings in chronological order, and I pobably wont draw every day, so I'll catch up soon enough.


No. 2 -  28.9.12 - Folgen des exzessiven Bierkonsums auf einen durchschnittlichen Studenten.
(fig. 5: results from exzessive consumption of beer on an average student.) - 8.8x10.1 cm - ©Joris Burla

 

Dienstag, 2. Oktober 2012

Willkommen - Welcome!

(for englisch text see below)
Vor ein paar Tagen, genauer einer Woche, startete ich unbewusst eine Serie: Eine kleine Zeichnung, etwa 5 cm auf 7 cm gross, stellte sich als der Startpunkt heraus. Eine Serie, in welcher der gemeinsame Nenner einerseits der Stil ist: Jeweils mit Bleistift, klare dunkle Linien, ein einfacher Rahmen. Andererseits das Motiv: Nicht dass immer das gleiche dargestellt würde, aber alles kommt frisch vom Hirn. Ohne komplizierte Umwege findet die Inspiration direkt aufs Blatt Papier.
In unregelmässigen Abstände kamen und werden mehr kleine Zeichnungen dazu kommen.

(english)
A few days ago, precisely one week, I unconsciously started a series: A small drawing, about 5 cm to 7 cm in size, turns out to be the startingpoint. A series in which the common denominator is the style: Each with pencil, clear dark lines, a simple frame. But the drawings do have a second point in common, the subject: it's not always the same subject, but everything comes freshly from the brain. Without complex detours, inspiration finds its way directly onto paper.
The series continues in irregular intervalls.

No. 1
25.9.12 - Feeding Time -5.6x6.5 cm - ©Joris Burla